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2024 – TET Schweden Tag 4 bis 6

Do, 27.6.24 Wieder bei Sonne satt starten wir auf unsere Strecke. Wir sind immer noch im Segment 2. Gleich zu Beginn werden wir auf einen Waldweg geführt, der es in sich hat. Tiefe Löcher, schlammig, rutschig, zwischendurch Wurzeln und Kies. Einmal mussten wir absteigen und den Streckenabschnitt vorher anschauen gehen. Dann bin ich zuerst langsam durch die schwierige Stelle durchgefahren und Micha ist nebenher mitgelaufen, um im Falle eines Sturzes behilflich zu sein. Danach ich bei ihm. Hilfe war aber nicht vonnöten, alles ist gutgegangen und wir sind nicht in den Graben gestürzt. Die restliche Strecke war prima, viele Grusvägen mit festen Kies, da kann mach schon mal mit 70kmh durchfahren. Und schöne kleine asphaltierte Strassen in völliger Abgeschiedenheit. So waren wir schon 14 Uhr an unserem heutigen Tagesziel angekommen und haben spontan beschlossen, die 5.Etappe auch gleich zu fahren und dafür morgen einen Pausentag einzulegen. Gesagt, getan. In der Herberge angerufen und das Zimmer für morgen um einen Tag ab heute verlängert. Entspannt, wenn auch abgekämpft kamen wir gegen 17 Uhr in Undenäs an und geniessen den schönen Sonnenuntergang.

Fr, 28.6.24 Ein Pausentag. Und den Regen ausgesessen.

Sa, 29.6.24 Ein trockener Sonnentag. Nach einem üppigen Frühstück packen wir schnell auf und fahren zuerst zur nahegelegenen Skaga Stabkirche, in der Hoffnung, sie auch innen anschauen zu können. Leider waren wir noch vor der Öffnungszeit dort. Dann gibt‘s eben nur ein Foto von aussen und schon sind wir wieder Richtung TET unterwegs. Die Wege sind noch recht feucht vom gestrigen Regentag und irgendwann auf der halben Strecke passiert es dann. Ich fahre auf einem grasbewachsenen, zweispurigen Weg, der vorn in einer Steigung mit Kies um die Kurve geht über einen großen Stein, der vom Gras verdeckt mitten auf dem Weg liegt, das Hinterrad rutscht weg, ich stürze. Da habe ich wohl doch zu weit in die Ferne geschaut. Aber es ist nichts passiert, wir waren ja nur mit 20kmh auf dem engen Trail unterwegs. Leider hat Micha nicht ans Fotografieren gedacht, als er mir zu Hilfe kam. Also kein Foto. Insgesamt sah der Trail nun nicht mehr vertrauenserweckend aus, so dass wir jetzt beschlossen, diese Stelle zu umfahren. Das war einfacher gedacht als getan. Alle benachbarten Umfahrungen waren mit Schranken und Sperrschildern bestückt oder aber mit Hinweis auf Privatgelände. Irgendwann gelang uns die Umfahrung in größerem Abstand. Danach fuhren wir problemlos weiter, hatten eine nette Begegnung mit einem entgegenkommenden schwedischen TET-Fahrer und kamen am frühen Nachmittag in Kristinehamn an. Einschecken im Hotel, Duschen und auf Restaurantsuche gehen. Der Tag endet mit einem Spaziergang am Stadthafen und Fussball im Fernsehen, Achtelfinale Deutschland-Dänemark.