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2024 – TET Schweden Tag 7 bis 9

So, 30.6.24 Morgens nieselt es in Kristinehamn bei nur 14Grad, aber wir werden dem Regen wohl nordwestlich ausweichen können. Auf unseren heutigen Abschnitten des TET haben wir geschätzt 85% Gravelroads dabei. Und immer wieder Wälder und Seen, soweit das Auge reicht. Plötzlich am Seeufer ein kleiner Biwakplatz und bei genauerem Hinsehen ist es eine Einladung des Farmbetreibers für TET-Fahrer zum Übernachten. Was für eine tolle Idee. Die Frau des Farmers kommt uns entgegen und wir schwatzen ein wenig. Sie erzählt von bekannten Unternehmen wie Moskomoto, welche kürzlich dort in Schweden Filmaufnahmen gemacht haben. Insgesamt treffen wir aber nur wenige andere Fahrer auf dem Trail, die uns entgegenkommen, das hatte ich anders erwartet. Heute haben wir uns im Hotel Charlottenberg in ein riesiges Konferenzhotel eingemietet. Lauter Reisebusse, die Mengen von Asiaten auswerfen.

Mo 1.7.24 Mit Sonnenschein starten wir in den Tag, der heute auf dem TET viele Kilometer groben Schotterkies für uns bereithält. Hier gilt es für mich, besonders aufmerksam zu sein, sonst liege ich schnell lang. Manche Stellen sind eine ganz schöne Zitterpartie. Wir beenden Segment 2 an der norwegischen Grenze und laden uns Segment 3 ins Routing. Kurz vor Etappenende treffen wir zwei Schweizer TET-Reisende und tauschen Erfahrungen aus. Heute nächtigen wir in einer Stuga auf dem Campingplatz bei Stöllet. Morgen oder Mittwoch werden wir am Umkehrpunkt sein, hoffentlich hält das Wetter noch solange.

Die 2.7.24 Wie zu erwarten gewesen ist, haben mich die Quälgeister Midges so ziemlich zerstochen. Das war zu erwarten auf einem Campingplatz am Kläralven. Nach Start auf den TET kam zwischen Hallerud und Likenäs gleich eine ziemlich herausfordernde Strecke mit Kies und groben Steinen, ziemlich trocken und damit auch ziemlich staubig. Immer schlecht für denjenigen, welcher hinten fährt. Danach wurde es recht langweilig. Wenn es weite Strecken geradeaus geht, egal ob Schotterstrasse oder Asphaltstrasse, ist das immer eintönig. Ich vermute, das wird nicht anders, je weiter nördlich wir kommen. Deshalb überlegen wir heute Abend, ob wir dieser Stelle den TET Schweden beenden. Wir sind Abschnitt 1, 2, 3 und den Anfang von Abschnitt 4 gefahren, insgesamt ca. 1250 km, davon ungefähr 70% ohne Asphalt. Jetzt kommt immer weniger Abwechslung auf der Strecke. Alleine für einen kleinen coop-Supermarkt sind wir heute 80km gefahren, um uns zum Abendessen und Frühstück zu versorgen.

Mi, 3.7.24 In Nornäs sind wir im Camp von schwedenaktiv.de bei Chris und Tom untergekommen. Wir haben Glück, dass in dieser Woche gerade keine Aktivreise gebucht werden kann und so alle Zimmer frei sind. Interessant wär das schon, mal so eine Aktivreise mitzumachen, ein Tag Kanufahren, ein Tag Trekking, ein Tag Montainbiken und Biber-Tour, ein Tag Kanu Wildwasser Tour. Allerdings ist in Nornäs schon das Ende der Welt erreicht, gefühlt. Im Ort gibt es ausser einer Kapelle und einem Badeplatz nichts, keinen Laden, kein Cafe. Also war das ein sehr fauler Urlaubstag.