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2024 – TET Schweden Tag 1 bis 3

Mo, 24.6.24 Nach dem Frühstück in Hanksville Farm fuhren wir endlich los zu Trolleholms Slott, hier ist unser Einstieg in den TET. Gleich hinter dem Schloss geht es auf Grusvägen. Und weil das Wetter so schön ist, macht das Fahren richtig Spaß. Immer durch Wälder, vorbei an Seen und einsamen Bauernhöfen, mal Schotter intensiv, mal Asphalt, mal nur Fahrspuren im Gras. Ein Gefühl von Abenteuer drängt sich auf. Nach einer Stunde machen wir Halt im Wald, kurzer Trinkstopp. Insgesamt haben wir heute nur etwas mehr als 100km geplant, wir wollen genießen. Deshalb sitzen wir schon 14Uhr im Folkshuset in Emmaljunga bei Kaffee und Kuchen in der Sonne. Dann ist es nicht mehr weit bis Markaryd, unsere erste Tagesetappe ist geschafft. Geschätzt hatten wir 80% Strecke ohne Asphalt und keine Schwierigkeit dabei.

Die, 25.6.24 Wir werden von Sonne und Möwen geweckt. Ja, Möwen, vom nahegelegenen See. Gleich nach dem Frühstück gehen wir wieder auf Strecke. Es lässt sich genauso entspannt an wie am gestrigen Tag. Zufällig entdecken wir während einer Trinkpause einen Hinweis auf Tullberg’s Grotta, eine Grotte des Meisterdiebes Tullberg. Die Geschichte gehört in die Sagen, war aber interessant genug für uns, von der Rute abzuweichen und auf Entdeckungsreise zu gehen. Heute übernachten wir im Kronobergs Vandrarhem. Geschätzt hatten wir heute 50% Offroadanteil dabei, alles immer noch leichte Strecken.

Mi, 26.6.24 Wir sind gestern die einzigen Gäste im Vandrarhem geblieben und das Frühstück müssen wir heute selber machen. Dann starten wir bei eitel Sonnenschein und 23Grad auf die Tagesetappe von 150km. Den Streckeneinstieg des TET finden wir schnell und erstmal fahren wir viele Kilometer auf Asphalt auf kleinen Strassen. Irgendwann ab Kilometer 80 wird es haarig. Wir ignorieren das private Sperrschild und versuchen, auf dem zweispurigen Waldweg voranzukommen. Das gelingt uns bis zu einer abgeschlossenen Schranke. Ab hier geht nichts mehr, nicht drumherum, nicht drunter durch. Unser Versuch, seitlich eine Umgehung zu finden, führt uns tief ins Gestrüpp. Mit meiner kleinen Honda fahre ich immer vor und lote aus, was geht. Aber nun müssen wir umkehren, wenn wir nicht steckenbleiben wollen. Wir wenden und schlagen uns durch‘s Gestrüpp bis auf den privaten Waldweg zurück durch und umfahren das Ganze bis auf die andere Seite der Schranke. Wir müssen zugeben, das hätten wir nie schaffen können, Micha hat leise vor sich hingeschimpft und von der Anstrengung lief ihm der Schweiss den Rücken hinunter. Danach gab es nur noch eine schwierige Stelle, 2km frisch aufgeschütteter grober Kies. Wer das schon mal mit Motorrad gefahren ist, weiss, wie schwierig sich da manövrieren lässt. 16 Uhr reiten wir nach 5 Stunden im Hestra Gästhouse ein.